Gitarren gegen Raketen: Rock für den Frieden

Gitarren gegen Raketen: Rock für den Frieden

In den Jahren zwischen 1982 und 1987 fand in der DDR einmal im Jahr im Berliner Palast der Republik das viertägige Musikfestival "Rock für den Frieden" statt. Hintergrund war die Stationierung atomarer Mittelstrecken-Raketen der USA in Europa. In beiden deutschen Staaten entwickelte sich damals (ganz ohne Facebook, Instagram oder Telegram) eine starke Friedensbewegung. Der Unterschied vom Westen zum Osten: In der DDR umfasste diese Friedensbewegung alle Gesellschaftsschichten und wurde auch staatlich unterstützt.

Das Festival entwickelte sich zu einem Rockspektakel, das schon im ersten Jahr von 11.000 Zuschauern besucht wurde. Zu den auftretenden Bands gehörten unter anderem Ute Freudenberg & Elefant, die Hansi Biebl Band, WIR, NO 55, die Puhdys, Karat, Prinzip, Stern Meißen und Karussell. Neben den einheimischen Bands treten auch ausländische Musiker auf wie Latin Quarter, Tom Robinson oder Udo Lindenberg.

In den Jahren, in denen das Festival stattfand, strömten die Massen in den (nach der "Wende" zugunsten eines feudalen Betonschlosses abgerissenen) Ostberliner "Palast". Die Veranstalter lockten mit ihren musikalischen Gästen und der geballten Ladung Rock und Pop Zuschauer im fünfstelligen Bereich in den Veranstaltungssaal. Im Jahre 1984 spielten 39 Bands bei ROCK FÜR DEN FRIEDEN und bei der letzten Veranstaltung dieser Art im Jahre 1987 ganze 65 Bands. Damit zählte ROCK FÜR DEN FRIEDEN damals zu einer der größten Musikveranstaltungen der Welt. Das Plattenlabel AMIGA brachte ab 1982 begleitend zu diesem Festival auch eine Reihe von heiß begehrten Schallplatten unter dem Titel "Rock für den Frieden" heraus.

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